Selten, aber doch ab und zu werden wir auch zum einfangen eines Bienenschwarmes gerufen. Dazu wird dieser zuerst einmal mit Wasser eingesprüht um das auffliegen der Bienen zu erschweren. Wichtig beim anschließenden einsammeln der Bienen ist, dass die Königin mit in den Schwarmfangbeutel,- eimer gelangt. Gelingt dies nicht ziehen die Bienen wieder aus und versammeln sich wieder an gewohnter Stelle um die Königin. Das Spiel beginnt in diesem Fall dann nochmals von vorne. Ansonsten finden sich nach und nach alle Bienen im Gefäß mit der Königin ein. Spätestens am Abend kann der Bienenschwarm dann in einen neuen Bienenkasten einziehen. Bei guter Entwickelung und Pflege, kann dann im darauffolgenden Jahr der erste Honig geerntet werden.
Die häufigsten Hilfsmittel in unserer Imkerei sind momentan der Stockmeisel, um die Waben im Bienenkasten zu lösen, sowie unserer Raucher. Aber auch unser Apilift ist Gold wert, wenn es um das verstellen von Bienenvölkern geht. Heben, senken, fahre, all dies leistet- der zugegebenermaßen nicht ganz günstige Apilift und ist somit eine Entlastung für den Imker.
Seit Anfang der Woche ist eine Petition an den Deutschen Bundestag online, welche die unabhänige Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen zum Inhalt hat. Bis 11. Juni sind 50.000 Unterschriften notwendig, damit sich der Bundestag mit dem Thema befasst.
In der Petition wird die Überprüfung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von fünf Bundesforschungsinstituten und -behörden gefordert, welche eigentlich die unabhänige Bewertung der Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen und Pflanzenschutzmitteln vornehmen sollen.
Bis hinauf in die Führungsebene sollen die namentlich u.g. Einrichtungen intensiv mit der Agrarindustrie verflochten sein. Hierdurch ist die Neutralität zweifelhaft. Als Beispiel führt Testbiotech e. V. als Initiator der Petition aus, dass beispielsweise der Leiter des Julius-Kühn-Institut selbst ein Patent auf gentechnisch veränderte Pflanzen angemeldet habe und jahrelang die International Society for Biosafety Research leitete, deren Konferenzen von Konzernen wie Monsanto gesponsert werden.
Folgende Institute und Behören sollen überprüft werden:
Das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Julius-Kühn-Institut, JKI), das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (MRI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Und hier geht es zur Petition.
…diesmal spontan für das Klinik TV im Stuttgarter Stadtgarten. In Zukunft werden die Patienten der Stuttgarter Kliniken wohl einiges über Bio-Honig aus der Stadt erfahren. Ich bin wie immer über das Ergebnis gespannt.
Bei nun zwar wechselhaftem Wetter, aber Temperaturen um die 15-24°C tragen unsere Bienenvölker seit Anfang der Woche zum ersten Mal in diesem Jahr wirklich viel Nektar ein. Nach nur zweit Tagen warmen, größtenteils trockenem Wetter ist die Gewichtszunahme schon sehr deutlich zu spüren.
Nach Wochen des Wartens und Hoffen geht die Bienensaison nun wohl endlich richtig los. Die Bienenvölker sind mittlerweile sehr gut entwickelt, erste Ableger erstellt und auch die ersten nachgezüchteten Königinn werden wohl am Montag schlüpfen.
Vermutlich in der kommenden Woche werden wir dann mit einem Teil unserer Bienenvölker wandern. Da wir nicht oft und auch nicht weit wandern, lässt sich dies meist immer kurzfristig je nach Wetter umsetzen.
Vor ein paar Tagen kam Holger Bentzien vom SWR zu uns nach Aichwald. Bei schönem Wetter haben wir ein kurzes Gespräch über unsere besonderen Standplätze in der Stadt und über die Stadtimkerei im Allgemeinen geführt. Die Ausstrahlung ist leider an mir vorbeigegangen. Aber ich hoffe, dass der SWR nur Gutes daraus gemacht hat….
Die Bienenvölker haben sich in den letzten Wochen sehr gut entwickelt. Letzte Woche haben wir in der Rapsblüte die ersten Ableger gebildet. Nach 9 Tagen brechen wir die Nachschaffungszellen und hängen eine schlupfreife Weiselzelle ein. Nach dem Schlupf der Königin und hoffentlich erfolgreicher Begattung entwickelt sich dann bis in den Spätsommer hinein ein überwinterungsfähiges Jungvolk.
Auch unsere Königinnenzucht nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Für die erste Juniwoche erwarten wir erste begattete Königinnen.
Beim Flug schlagen Bienenflügel zwischen 100 und 260 mal/ Sekunde. Diese unheimliche Frequenz verursacht auch das typische Summen der Honigbienen und trägt dazu bei, dass die Honigbienen als zusätliche Last fast ihr eigene Körpergewicht mitnehmen können.
Nun haben die beiden Filmer Emile van Wijk und Joris Schaap mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera einmalige Bilder aufgenommen. Eine, wohl schwer beladene Biene startet von einer Blüte, in Echtzeit ist dies ein Vorgang von 0,6 Sekunden.
Nachdem wir Anfang der Woche den Bienen mit Beginn der Kirschbaumblüte die Honigräume aufgesetzt haben, geht es nun Schlag auf Schlag. Mittlerweile blühen auch Pfirsich, Zwetschge und Birne, auch die Rapsblüte und Apfelbaumblüte wird nur noch ein paar einzelne Tage auf sich warten lassen. Grund genug mit der Ernte von frischen Blütenpollen zu beginnen. Hierzu haben wir bei ein paar unserer Bienenvölker spezielle Vorrichtungen angebracht, durch die ein Teil der von den Bienen gesammelte Blütenpollen für uns abgezweigt wird.
Nach einer Reinigung, bei der Grassamen und andere Fremdkörper entfernt werden, wird der Pollen getrocknet um haltbar zu werden.
Bei schönen Wetter werden wir nun täglich ein paar Gramm Blütenstaub ernten. Optisch und geschmacklich ein Genuß.
Nun mit beständigen Temperaturen über 15° C, Sonnenschein und der Kirschbaumblüte geht die Honigsaison richtig los. Seit ein paar Tagen haben alle unsere Bienenvölker den Honigraum aufgesetzt. In diese, noch leeren Waben, werden unsere Bienen in den kommenden Wochen und Monaten hoffentlich das ein oder andere Kilogramm Bio-Honig einlagern. Die erste Ernte wird dann vermutlich Ende Mai erfolgen.
Über uns
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